Kultur-Events in Mehlem.
(... werden fortlaufend ergänzt!)
25. Februar 2026: In der Mitgliederversammlung des Kulturwerks wird das vergangene Jahr reflektiert und ein Ausblick auf das Mehlemer Kulturjahr 2026 präsentiert. Erklärtes Ziel des Vereins ist ja nicht nur ein Bespielen unserer schönen Region mit einer möglichst breiten Vielfalt spannender Veranstaltungen, sondern auch die Förderung eines kulturellen Mehlemer Wir-Gefühls und ein Zusammenführen unterschiedlicher Interessen- und Menschengruppen. Entsprechend soll die Mitgliederversammlung gleichzeitig Auftakt für regelmäßigen, intensiven Austausch zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern sein.
6. März 2026: Precious Sounds ist ein Bonner Trio, das seine Leidenschaft für akustische Musik stilistisch zwischen Folk und Jazz verortet und Klassiker von Joni Mitchell, den Beatles, Stevie Wonder oder Ella Fitzgerald interpretiert. Katja Muckenschnabl (Gesang, Gitarre, Percussion), Uwe Ahrens (Gitarre) und Markus Quabeck (Kontrabass) stehen für eine Melange aus bewegenden und erfrischenden, entspannenden und berührenden, virtuosen und bodenständigen Klassikern.
19. April 2026: Casino kommen in die Villa Kursana: Die Formation um die Schlagzeugerin und Komponistin Heike Duncker lädt das Publikum zu Eskapaden ein - an der Grenzlinie zwischen afro-kubanischen Rhythmen und zeitgenössischem Jazz. Das Quartett verzaubert seine ZuhörerInnen mit Stücken namhafter Komponisten und Kompositionen von Heike Duncker. Die vier Instrumente stehen abwechselnd im Vordergrund, bilden aber stets einen homogenen Gruppen-Sound. Mal lädt das Piano zum Reisen ein, mal lässt uns die sonore Stimme des Bass nicht los, dann wieder kommt ein Hauch von Funk. Mit Liebe zu treibenden Rhythmen und mitreißenden Soli, mit Balladen und musikalischen Abenteuern, die gern mit einer bunten Folklore flirten. Erwin Dieterich: Trompete/Flügelhorn, Willie Nieratschker: Piano, Luca Müller: Bass, Heike Duncker: Schlagzeug, Komposition.
23. Mai 2026: Ein zweiter Mehlemer Polit-Talk Reden über Mehlem mit dem Arbeitstitel Vision Mehlem 203X stellt vier Aktionsfelder zur Diskussion, die die Zukunft unseres Ortes visionär ausleuchten. Die Fragen dahinter sind unter anderen: Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Welche Infrastruktur und welche Rahmenbedingungen wären gut für Mehlem? Welche Gewerbe passen zu unserem Ort - und was können wir dem Leerstand entgegensetzen? Wie entsteht ein stärkeres Wir-Gefühl im Ort? Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr bereits von Politikern und Zuhörern als gelungener Auftakt eines kooperativen und zukunftsgewandten Kolloquiums der Mehlem Politik wahrgenommen worden war, soll die im Mai geplante Veranstaltung nun ein deutliches Stück weitergehen und in den vier Themenfeldern konkreter werden.
14. Juni 2026: Eine Mehlemer Melodei auf Heine und die schöne Loreley: R(h)einromantischer Konzertabend in 15 Liedern. Die schönste Jungfrau sitzt auf einem Rheinfelsen - so erzählt man sich! - kämmt ihr goldenes Haar und bringt mit ihrem Gesang gestandene Schiffer um den Verstand. In Mehlem dürfen sich alle entspannt zurücklehnen, denn hier verführen Lieder: Mit Melodien, an denen nicht Schiffe, sondern Alltagslasten zerschellen. Der Mehlemer Musiker und Editor Martin Wiemer wird im Rahmen des Bad Godesberg Kulturfestes 2026 fünfzehn von ihm sorgfältig ausgesuchte auf das Loreley-Gedicht von Heinrich Heine komponierte Lieder präsentieren. Unterstützt wird er dabei von dem Bariton Falko Hönisch, von der Sopranistin Caroline Monteith und von André Dollabella am Klavier. So wird die Verbindung von Realität (markanter Schieferfelsen im Rheintal), Mythos (eine Nixe, die Schiffer verführt) und Kunst (Heines Gedicht, die Vertonungen und die Künstler) sinnlich erfahrbar. Wir können in der Gegenwart spüren, was bis heute die Rheinromantik prägt und sie zu einer weltbekannten Sehenswürdigkeit und einem Symbol des UNESCO-Welterbes Rheintal macht. Hier seufzt die Sehnsucht, hier rauscht der Rhein - und zwischendurch perlt vielleicht ein Gläschen Wein: Romantische Klassik mit Leichtigkeit und Augenzwinkern statt Kitschalarm.
20. September 2026: In unserer zweiten sonntäglichen Matiné werden Gregor Salz, Shawn Spicer und Konstantin Winströer Mehlem mit ihren frischen, jazzigen und fein abgestimmten Kunst des anspruchsvollen Easy-Listening erfreuen. Infos zum neuen Programm des Trios folgen in Kürze.
Noch ohne Termin, doch bereits mit Zusage: Maryam Aras wird in Mehlem aus ihrem mit dem Kurt Tucholsky-Preis ausgezeichnetem Essayband Dinosaurierkind lesen. Sie zieht in ihrem Buch Erzähllinien zwischen den Studentenprotesten 1967 und der politischen Geschichte ihrer Familie. Ihr Vater hatte gegen den Schah protestiert und 1964 den Iran verlassen. Später entdeckt Maryam Aras ihn dann während eines Filmabends auf der Kinoleinwand - während des Schah-Besuches 1967 in Berlin.
Für sie ist es der Beginn einer Spurensuche - nach ihrer Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln, nach der Geschichte der Politisierung, nach der Lehren aus einer uns verbindenden Vergangenheit. Dabei untersucht sie die Zwischenräume: Was passiert zwischen handfesten politischen Forderungen und den Idealen einer politischen Utopie? Was zwischen den unterschiedlichen Orten - zwischen Köln, Berlin und Teheran? Und: Was geht uns das an - in einem Land, in dem bequem und selbstverständlich ist, wofür so viele Menschen auf der Welt ihr Leben riskieren? Der Ton des Buches wechselt zwischen Erinnerungen, Fiktionen, historischen Einordnungen und inneren Dialogen mit dem Vater. Der Text dokumentiert politisches Erwachen - und konfrontiert uns mit der spannenden Frage, inwieweit wir alle für unsere Zeit, das Weltgeschehen und füreinander verantwortlich sind.



